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Was Menschen motiviert - und Biodiversität schützt

  • Autorenbild: Datenkompass
    Datenkompass
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Erfolgreicher Naturschutz braucht mehr als gute Konzepte. Unsere aktuelle Studie zur Akzeptanz von landwirtschaftlichen Förderungen zum Schutz der Biodiversität beleuchtet, was Menschen motiviert mitzumachen und welche Rahmenbedingungen dazu beitragen, dass Maßnahmen ihre Wirkung entfalten. Im Auftrag des BMLUK gehen wir der Frage nach, warum biodiversitätsrelevante Fördermaßnahmen in der Landwirtschaft unterschiedlich gut angenommen werden – und was es braucht, um die Akzeptanz weiter zu erhöhen.


Ausgangspunkt des Projekts ist die Beobachtung, dass die Teilnahme an Agrarumwelt- und Biodiversitätsmaßnahmen nicht allein von der Höhe der Prämien abhängt. Vielmehr kommt eine Vielzahl weiterer Einflussfaktoren dazu: administrative Anforderungen, Planbarkeit und Regelstabilität, betriebliche Rahmenbedingungen, persönliche Einstellungen, Beratungserfahrungen sowie das Verständnis für ökologische Wirkungszusammenhänge. Diese Faktoren greifen ineinander und prägen die individuelle Entscheidungslogik landwirtschaftlicher Betriebe.


Das Besondere am Projekt ist der konsequente Blick auf die Perspektive der Landwirt:innen. Wir wenden den Customer-Journey-Ansatz an, um Entscheidungs- und Umsetzungspfade systematisch zu analysieren. So lassen sich zentrale Hürden, förderliche Rahmenbedingungen und relevante Einflussfaktoren entlang des gesamten Prozesses sichtbar machen. Der Ansatz ermöglicht es, Akzeptanz nicht nur punktuell zu erfassen, sondern in ihrem Entstehungskontext zu verstehen – damit Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität noch besser greifen.


Die Evaluierungsstudie verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, der quantitative und qualitative Methoden kombiniert. Aufbauend auf einem theoretisch fundierten Wirkungsmodell werden zentrale Akzeptanzdeterminanten abgeleitet und konsequent für die Entwicklung der Erhebungsinstrumente genutzt. Neben der Auswertung bestehender Daten zu teilnehmenden Betrieben bildet eine österreichweite Befragung von Landwirt:innen das Herzstück der Evaluierung. Die Ergebnisse der Studie werden für Ende 2026 erwartet und sollen dazu beitragen, Förderinstrumente, Beratungsansätze und Kommunikationsstrategien gezielt an die Praxis anzupassen. Damit leistet datenkompass einen Beitrag zur evidenzbasierten Weiterentwicklung biodiversitätsrelevanter Förderpolitik – praxisnah, analytisch fundiert und mit klarem Fokus auf umsetzbare Verbesserungen.

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