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Wenn Vielfalt Alltag wird: Interkulturelle Teamentwicklung in der Pflege

  • Autorenbild: Datenkompass
    Datenkompass
  • 13. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn Vielfalt Alltag wird: Interkulturelle Teamentwicklung in der Pflege

 

Interkulturelle Teams sind in der Pflege längst Alltag. Onboarding und Integration internationaler Fachkräfte wird dabei oft als individuelle Herausforderung der neuen Kolleg:innen betrachtet – und weniger als Aufgabe aller im Team. Gemeinsam mit Benevit – der Vorarlberger Pflegegesellschaft – setzt datenkompass auf Dialog und Perspektivenwechsel, um Pflegeteams in ihrer nachhaltigen Entwicklung zu stärken.



„Es ist essenziell, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir einander brauchen, um erfolgreich zu sein. Der Fokus sollte darauf liegen, das gegenseitige Verständnis zu fördern und die gemeinsamen Potenziale zu nutzen. Dafür benötigen wir den Dialog und den Raum um diese Entwicklung zu ermöglichen und gemeinsam zu wachsen.“ Carmen Helbok-Föger MSc, MBA Geschäftsführerin Benevit.

 

Der datenkompass-Ansatz zur Stärkung interkultureller Pflegeteams verbindet geschützte Reflexionsräume in Peers-Kleingruppen mit lösungsorientierter Maßnahmenentwicklung mit dem gesamten Team. Im Mittelpunkt steht das Sichtbarmachen und Gegenüberstellen von Erfahrungen: Anstatt internationale Pflegepersonen isoliert als eigene Gruppe zu betrachten, liegt die Aufmerksamkeit auf die Zusammenarbeit im organisationalen Kontext. 


Dementsprechend waren auch die Benevit-Workshops in zwei Phasen gegliedert: Vormittgas arbeiteten Pflegekräfte mit internationalem Hintergrund sowie langjährig in Vorarlberg tätige Mitarbeiter:innen in getrennten Gruppen. Dieser Rahmen bot Raum, Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag unter Peers zu reflektieren – etwa zum Einstieg bei Benevit, zur Zusammenarbeit im Team, zu Kommunikation, Rollenverständnissen oder Unsicherheiten in der Praxis. Nachmittags erfolgte die Zusammenführung der Perspektiven im Plenum. Dabei wurde deutlich: Die nachhaltige Entwicklung interkultureller Pflegeteams erfordert Dialog und Kontextbezug, damit Schlagwörter wie Wertschätzung und Integration in der Praxis spürbar werden. Viele Themen – etwa Missverständnisse in der Kommunikation oder unzureichende Kompetenzen für den Arbeitsalltag – lassen sich weniger durch rein individuelle Qualifizierungsmaßnahmen beheben, sondern erfordern einen teambezogenen Ansatz. Mit Blick auf Deutschkenntnisse zum Beispiel: Pflegekommunikation, Dokumentation oder Gespräche mit Bewohner:innen und Angehörigen erfordern Lernformate, die an reale Situationen anschließen und vom Team mitgetragen werden – klassische Sprachkurse können dies nur teilweise leisten.

 

Aus den Erfahrungen der Workshoptage ist der Impuls für eine eigene Fortbildungsreihe entstanden rund um das Thema „Leben und Arbeiten in Vorarlberg“, sowie zusätzliche pflegefachliche Schulungseinheiten und Austauschtreffen. Dieser Schwerpunkt wird im Sinne der kontinuierlichen Reflexion und Weiterentwicklung der internationalen Pflegeteams Benevit im Jahr 2026 prägen.

 

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